Zwischen Stadtallendorf und Gemünden – Denkmalfachliche Untersuchungen auf der geplanten Trasse der Autobahn A49 in Hessen

Systematische Feldbegehung mit Fundeinmessung

Systematische Feldbegehung mit Fundeinmessung

Interpretierende Umzeichnung archäologischer Befunde anhand topographischer Merkmale

Interpretierende Umzeichnung archäologischer Befunde anhand topographischer Merkmale

Dokumentation eines Grabhügels

Dokumentation eines Grabhügels

Magnetometerprospektion auf einer archäologischer Fundstelle

Magnetometerprospektion auf einer archäologischer Fundstelle

Der südlichste Planungsabschnitt (VKE 40) der in Planung befindlichen A49 schließt im Bereich der B454 nordöstlich von Stadtallendorf (Landkreis Marburg-Biedenkopf) an die bisherige Planung an und endet mit der Anbindung an die bestehende Autobahn A5 im Bereich von Gemünden / Felda (Vogelsbergkreis). Die Gesamtlänge des Streckenabschnitts beträgt etwa 17,5 km. Die geplante Trasse verläuft durch das sanft gewellte Hügelland des nördlichen Vogelsberg-Vorlandes durch landwirtschaftlich genutztes Offenland und teilweise auch durch Wald. Es handelt sich um eine Altsiedellandschaft, die von der Jungsteinzeit über das Mittelalter bis heute unterschiedliche Phasen der Besiedlung und Nutzung erfuhr.

Der erste Schritt bei der Erforschung und dem Schutz von Bodendenkmälern und historischen Kulturlandschaftselementen ist die Bestandsaufnahme. Nur auf dieser Grundlage sind qualifizierte Aussagen zum Denkmalwert möglich, um den räumlichen Bezug zu modernen Straßenbauvorhaben darstellen zu können.

In den Jahren 2017 bis 2018 wurden deshalb von der PZP GbR umfangreiche denkmalfachliche Untersuchungen im Bereich der geplanten Trasse der A49 vorgenommen, um sicherzustellen, dass keine archäologische Befunde oder historische Kulturlandschaftselemente undokumentiert zerstört werden. Die Ergebnisse wurden in einem denkmalfachlichen Beitrag kartiert und umfassend erläutert.

Im Auftrag und unter der fachlichen Leitung der hessenArchäologie wurde die geplante Trasse mittels nicht-invasiver Prospektionsmethoden untersucht. In einem ersten Schritt erfolgte die Bewertung aufgrund von Archivrecherchen und anhand historische Karten. Danach wurden neben der archäologischen Auswertung von LiDAR-Scan-Daten auch systematische Begehungen durchgeführt und in Teilbereichen auch geophysikalische Messungen vorgenommen. Auf diese Weise konnte diverse Fundstellen untersucht und weiterführende Informationen für den zukünftigen Umgang mit den Befunden im Zuge des bevorstehenden Baus des Autobahnabschnitts zu Verfügung gestellt werden.

Wir danken der Vertreterin unseres Auftraggebers, Frau Dr. Christa Meiborg, für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und unseren Mitarbeitern und Helfern für Ihren unermüdlichen Einsatz.

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